Weiterbildung

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Im Folgenden sind die Inhalte der Weiterbildungen im LKW- und BUS- Bereich aufgeführt.
Wir führen auch Inhouse Schulungen direkt bei Ihnen in Ihrem Betrieb durch.

Weiterbildung LKW
Modul 1: ECO-Training

Eine wirtschaftliche Fahrweise wirkt kostendämpfend, und nicht allein durch sinkenden Kraftstoffverbrauch, sondern auch durch geringeren Verschleiß. Mit ECO-Training können so erhebliche Einsparpotenziale realisiert werden.

Die Inhalte:
  • Analyse der Fahrwiderstände
  • Richtige Wartung des Fahrzeugs
  • Analyse von Verbrauchskurven
  • Fahren nach Drehzahlmesser
  • Einsatz von Anlagen zur Geschwindigkeitsregelung
  • Wirtschaftliches Fahren
  • Alternative Kraftstoffe
Modul 2: Ladungssicherung

Unzureichende Ladungssicherung ist eine der Hauptursache für schwerste Unfälle. Wie Fahrer ihre Ladungen richtig verladen und verzurren, erfahren Sie in diesem Modul.
Die Inhalte:

  • Kenntnisse über die wirkenden Kräfte während der Fahrt
  • Einsatz der Getriebeübersetzung entsprechend derBelastung des Kraftfahrzeugs und des Fahrbahnprofils
  • Berechnung der Nutzlast und des Nutzvolumens
  • Richtige Verteilung der Ladung
  • Auswirkung der Überladung auf die Achse
  • Fahrzeugstabilität und Schwerpunkt
  • Arten von Verpackungen und Lastträgern
  • Feststell- und Verzurrtechniken
  • Richtige Verwendung der Zurrgurte
Modul 3: Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit

Der richtige Umgang mit den immer höheren Standards an Sicherheitstechnik in modernen Bussen macht es für den Fahrer unumgänglich, sich stets weiterzubilden. Kenntnisse dazu und zum Verhalten in Grenzsituationen werden in diesem Modul behandelt.

Die Inhalte:
  • Technische Aggregate zur Erholung der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit
  • Richtiges Verhalten in besonderen Verkehrssituationen
  • Richtiges Verhalten nach einem Unfall
  • Unfallvorbeugung durch vorausschauendes Fahren
Modul 4: Schaltstelle Fahrer: Dienstleister, Imageträger, Profil

Auftreten, Kommunikation undVerhalten des Fahrers beeinflussen das Ansehen eines Unternehmens und dessen Erfolg. Das Modul zeigt mit Hilfe von zahlreichen Beispielen Möglichkeiten auf, wie der Fahrer aktiv dazu beitragen kann, dem Unternehmen ein positives Bild zu verleihen.

Die Inhalte:
  • Kenntnis des wirtschaftlichen Umfelds des Güterverkehrs und der Marktordnung
  • Der Fahrer als Imageträger des Unternehmens
  • Kommunikationspartner des Fahrers
  • Die Bedeutung qualifizierter Fahrer
  • Die angemessene Arbeitsorganisation
  • Unterschiedliche Rollen des Fahrers
  • Sensibilisierung für die Bedeutung einer guten körperlichen und geistigen Verfassung
  • Fähigkeit, Gesundheitsschäden vorzubeugen
  • Fähigkeit, der Kriminalität und der Schleusung illegaler Einwanderer entgegenzuwirken
Modul 5: Sozialvorschriften, Risiken und Notfälle im Straßenverkehr

Kenntnisse zu den Lenk- und Ruhezeiten sowie zu den typischen Risiken und Arbeitsunfällen im Fahrerberuf vermindern die Gefahren: ein Modul für die Sicherheit des Fahrers.

Die Inhalte:
  • Verhinderung von Notfällen durch die Beachtung von Sicherheitsvorschriften
  • Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen
  • Kenntnisse zu den Lenk- und Ruhezeiten
  • Maßnahmen zur Vorbeugung von Kriminalität und Schleusung illegaler Einwanderer
  • Der richtige Umgang mit den unterschiedlichen Kontrollgeräten
Welche Ausbildungsarten zum Berufskraftfahrer im Bereich Güter- und Personenverkehr gibt es?

Ab dem 10. September 2008 (Bus-Fahrer) bzw. 10.September  2009 (Lkw-Fahrer) muss jeder Fahrerlaubnis-Neuerwerber eine  "Grundqualifikation" nachweisen. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:

Berufsausbildung

Berufskraftfahrer (BKF)
Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF)
Alternative Ausbildungsberufe mit staatlicher Anerkennung

Grundqualifikation

Prüfung vor der IHK (Lehrgang nicht erforderlich)
Vorbesitz der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse ist Voraussetzung.

Beschleunigte Grundqualifikation

Prüfung vor der IHK nach Besuch eines Lehrganges mit 140 Stunden inklusive 10 Praxisstunden.
Vorbesitz der entsprechenden Fahrererlaubnisklasse ist nicht Voraussetzung! Sie muss aber während der Ausbildung erworben werden.

Welche Anforderungen müssen die Teilnehmer für die  "Grundqualifikation" bzw. die "beschleunigte Grundqualifikation" erfüllen?
Grundqualifikation

Fahrer mit Wohnsitz im Inland oder mit im Inland erteilter Arbeitsgenehmigung müssen die Grundqualifikation im Inland erwerben. Nur mit Besitz der Fahrerlaubnis.
Die Teilnahme an einem Lehrgang ist nicht erforderlich.
Erfolgreiche Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung bei einer Industrie- und Handelskammer (7,5 Stunden).

Beschleunigte Grundqualifikation

Fahrer mit Wohnsitz im Inland oder mit im Inland erteilter Arbeitsgenehmigung müssen die Grundqualifikation im Inland erwerben.
Besitz der Fahrerlaubnis ist nicht erforderlich. Erwerb durch regelmäßige Teilnahme an den Unterrichten, bei einer anerkannten Ausbildungsstätte (140 Zeitstunden Unterricht zu je 60 min, inkl. 10 fahrpraktischen Stunden).
Erfolgreiche Ablegung der theoretischen Prüfung (90 Minuten) bei einer für den Wohnsitz des Bewerbers oder der Bewerberinzuständigen Industrie- und Handelskammer. Bei mindestens ausreichender Leistung gilt die Prüfung als bestanden.

Welche Kriterien gelten für die Weiterbildung?
  • Erwerb durch Teilnahme an 35 Stunden Unterricht.
  • Keine Prüfung notwendig!
  • Die  Einheiten müssen mindestens 7 Zeitstunden dauern.
  • Die Weiterbildung muss alle 5 Jahre absolviert werden.
  • Die Weiterbildung kann bei unterschiedlichen Einrichtungen absolviert werden.
  • Der Unterricht ist als Präsenzveranstaltung abzuleisten.
  • Die Weiterbildung wird durch den Eintrag der Schlüsselzahl 95 in den Führerscheinen nachgewiesen.
Wer muss wann mit der Weiterbildung starten?

Eine erste Weiterbildung (5 x 7) ist zu absolvieren für alle Bus-Fahrer bis einschließlich 9. September 2013*
Lkw-Fahrer bis einschließlich 9. September 2014 *

 * Um die Weiterbildung mit der Gültigkeit des Führerscheins zu synchronisieren, kann bei entsprechendem Ablaufdatum des Führerscheins die Weiterbildung bis einschließlich 9. September 2015 bei Busfahren und bei Lkw-Fahrern bis einschließlich 9. September 2016 erfolgen. Diese Frist darf jedoch nicht kürzer als 3 Jahre und nicht länger als 7 Jahre sein. Voraussetzung ist, dass die entsprechende Fahrererlaubnis noch gültig ist.

Wie wird die Absolvierung der Grundqualifikation und/oder der Weiterbildung dokumentiert?

Die absolvierte Grundqualifikation und Weiterbildung werden durch  den Eintrag der harmonisierten Schlüsselzahl 95 der Europäischen Union auf dem Führerschein nachgewiesen. Der Eintrag erfolgt  durch die für die Erteilung von Fahrerlaubnissen zuständige Behörde, sofern durch Bescheinigung nachgewiesen wird, dass die  erforderlichen Leistungen erbracht wurden.

Für die Grundqualifikation sind dies Bescheinigungen über die   erfolgreich abgelegte Prüfung, ausgegeben durch die IHK. Bei der   Weiterbildung sind es die Nachweise über erbrachte (Teil-)   Leistungen, ausgestellt von der ausbildenden Stelle.